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Archiv für die Kategorie ‘glaub es, baby!’

Die noch bitterere Erkenntnis

In glaub es, baby! am 15 November, 2007 um 10:59 nachmittags

Nach Adams Rauswurf aus dem Paradies vertreibt sich Eva die Zeit mit Feigen Futtern und sich von der Schlange den Rücken kraulen lassen.

Schlange: “Ich wünschte, Adam wäre hier. Der könnte uns was zu fressen besorgen.”

Eva: “Jaja, darin war er ganz gut.”

Schlange: “Fehlt er dir nicht?”

Eva: “Wüsste nicht, wofür.”

Schlange: “Du wirkst ganz schön gelangweilt, seit der weg ist.”

Eva: “Ach, das war ich auch schon vorher.”

Schlange: “Ich dachte immer, du wärst ganz zufrieden.”

Eva: “War ich ja auch. Dachte ich jedenfalls. Aber jetzt ist das alles irgendwie anders.”

Schlange: “Bist du etwa froh, dass er weg ist?”

Eva: “Ich weiß nicht. Irgendwie nicht… Aber eigentlich…”

Aus dem Nichts erscheint ER und unterbricht
die beiden

ER: “He ihr. Was soll der Trübsinn? Ihr seid im Paradies. Freut euch.”

Schlange: “Hallo, oh Herr. Ich freue mich über das Paradies. Wirklich. Und es gibt niemanden, der mit rechtem Gewissen das Gegenteil behaupten könnte.”

ER: “Und wie ist’s mit dir, Eva? Bist du nicht gut gelaunt, hier bei mir und der Schlange?”

Eva: “Doch, doch, alles in Ordnung. Kein Problem.”

ER: “Ok dann… ! Eva! Sei entzückt, denn dies hier ist für dich!”

ER überreicht ihr ein paar frisch geschnittene Rosen, Schokolade und ein Fläschchen Wein.

Eva: “Hä? Was ist das?”

ER: “Das sind Blumen. Und was Süßes. Und Wein. Alles für dich, meine liebste.”

Schlange (flüsternd zu Eva): “Ich glaub, der findet dich nett.”

Eva (leicht verlegen zu IHM): “Oh… danke.”

ER: “Ok. Das wäre geschafft. Jetzt steh auf und komm mit. Wir gehen aus.”

Eva: „Wohin gehen wir denn?”

ER: „Ich würde sagen, erstmal darüber. Zu dem Strauch, den ich erschaffen hab. Und dann noch ein Stück weiter hinten, zu dem Fluss, den ich auch erschaffen hab. Und dann können wir ja mal schauen, was ich noch erschaffen könnte.”

Eva steht auf und streift sich die Blätter vom nackten Leib

ER: “Wow. Du bist die schönste Frau, die ich je erschaffen hab.”

Eva: “Dankeschön.”

Die beiden ziehen von dannen. Derweil macht es sich die Schlange auf einem Baum gemütlich. Hinter einer Mauer aus wucherndem Gestrüpp, auch Hecke genannt, erkennt sie den völlig verwahrlosten Adam heran nahen.

Schlange: “Hey Adam. Wie geht’s dir so?”

Adam: “Ganz gut. Naja, es geht. Eigentlich hab ich ganz schön viel zu tun. Meine Hände hören gar nicht mehr auf zu bluten und ich bin nur noch Müde und geschafft. Morgen muss ich wieder aufs Feld, um fünf Uhr in der früh. Außerdem hab ich Zahnschmerzen, seitdem ich versucht habe, Steine zu essen. Wenn ich ehrlich bin, geht’s mir ziemlich beschissen. Meine Füße stinken und meine Haut ist ausgetrocknet. Und ich hab mindestens schon acht Mal gekotzt, weil ich dauernd vergesse, dass die Beeren von dem Strauch da drüben nicht genießbar sind. Ich wünschte, ich hätte mir ein paar Früchte vom Baum der Erkenntnis mitgenommen. Mein Gott, waren die köstlich… Und was ist bei euch so los?”

Schlange: “Och, eigentlich nicht viel. Ich hab mich wieder mal gehäutet.”

Adam: “Ach, war es wieder mal so weit?”

Schlange: “Jaja, die gute alte Haut abstoßen. Schlischlaschlüpf, und schon bin ich wieder wie neu.”

Adam: “Das freut mich für dich. Und wie ist das Wetter bei euch da drüben?”

Schlange: “Tja, das Wetter… Das Wetter ist ganz gut. Und bei dir?”

Adam: “Was soll schon sein, Regen. Tag ein Tag aus. Wenn kein Regen da ist, ist es Windig. Ganz kalter Wind weht einem hier um die Nase. Und dann wieder Regen. Manchmal auch Hagel.”

Schlange: “Jaja, schlimmschlimm.”

Betretnes schweigen beiderseits.

Adam (holt tief Luft): “Und wo ist Eva?”

Schlagen: “Wer?”

Adam: “Eva! Der andere Mensch außer mir auf dieser Erde.”

Schlange: “Hast du da draußen etwa noch keine Freunde gefunden?”

Adam: “Ich hab hier überhaupt niemanden gefunden. Also wie geht’s ihr? Wo ist sie?”

Schlange: “Eva ist… also Eva ist aus.”

Adam: “Wie, aus?”

Schlange: “Die ist weg gegangen. Ich weiß nicht, wann sie wieder kommt.”

Adam: “Wo wollte sie denn ganz allein hin?”

Schlange: “Sie war ja nicht allein… ER war bei ihr.”

Adam: “Aha… Soll sie ‘was für ihn machen?”

Schlange: “Könnte ich mir schon vorstellen. Die Blumen jedenfalls und der Wein haben sie ganz schön beeindruckt.”

Adam: “Was ist Wein?”

Schlange: “Keine Ahnung. Was zu trinken, glaube ich. Kann ja mal nachsehen… Oh… Geht nicht, den Wein haben sie mitgenommen. Hier liegen nur noch die Rosen und die Schokolade.”

Adam: “Also hat er war gemacht, was er zu mir gesagt hat. Dieser verdammte Mistkerl. Ich sag dir was, Schlange. Der nutzt sie nur aus.”

Plötzlich bricht an der Stelle, genau vor Adam, die Hecke auf und ER kommt zum Vorschein

Adam: “Was zum Henker… “

Schlange: “Oh nein… “

ER: “Nenn du mich nicht Mistkerl, Adam! Ich bin der Herr, dein Gott. Und ich hab’s satt, dass ich das dauernd wiederholen muss. Irgendwann schreib ich auf ein paar Steintafeln, was ich von euch Menschen erwarte. Und falls du’s dann wieder vergisst, wird dich das Gestein wieder auf die richtigen Gedanken bringen, wenn ich es an deinem Schädel zerschmettere.”

Adam: “Ha, Versuchs mal. Wo ist Eva? Was hast du mit ihr gemacht?”

ER: “Ich habe getan, wozu du nie fähig wahrst, Adam. Und das ganz ohne den Baum der Erkenntnis. Ich kann sie haben, wann immer ich will und trotzdem wird sie auch weiterhin nackt herumlaufen und mich mit ihrem Anblick erfreuen. Während du dich abplagst und vorm Einschlafen weiter in die Büsche spritzen musst.”

Aus dem Hintergrund im Paradies kommt die verärgerte Eva angelaufen.

Eva: “He, soll das etwa schon alles gewesen sein? Wieso haust du einfach mittendrin ab?”

ER: “Weib, sei still. Ich bin der Herr und habe meine Termine. Und manchmal muss ich einfach flexibel sein, in meinem Job. Da kann ich halt nicht alles tun, was du verlangst.”

Eva: “Ich hab doch gar nichts verlangt. Du hast mich doch eingeladen. Und dann bist du einfach abgezischt, wie von der Tarantel gestochen.”

Adam: “Ist das Eva? (ruft) EVA? Eva, bist du da?”

ER: “Schlange, kannst du dem Trottel sagen, dass sie ihn nicht hören kann?”

Schlange: “Selbstverständlich, oh Herr. (ruft) Adam! Sie kann dich nicht hören.”

Eva: “Mit wem redest du da, Schlange?”

ER: “Mit niemanden. Hier ist ja auch sonst niemand. Leg dich schlafen, Weib. Ich befehle es dir.”

Adam: “Eva?”

Eva: “Du hast mir gar nichts zu befehlen. (ruft) Adam? Bist du das?”

ER: “Ich bin der Herr, verdammt noch eins. Wenn ich was sage, dann ist das so. Und jetzt ab ins Bett, sonst kommst du auf die stille Wiese!”

Schlange: “Was ist den ‘die stille Wiese’?”

ER: “Hab ich soeben erschaffen. Wer unartig ist muss auf die stille Wiese.”

Schlange: „Versteh’ ich nicht.“

ER: „ Ich werde mich später mit dir und deiner Begriffsstutzerei befassen. Eva! Hörst du nicht, was ich sage?“

Eva: “Du hast sie doch nicht alle. Und was soll das Gequatsche die ganze Zeit: (äfft ihn nach) ohhhh, das hab ich erschaffen, und das da auch, und hier hab ich auch was erschaffen, und den Himmel auch, und zwar nur für dich ,hui, und hier das Wasser und die Sonne, blablabla… und am Ende zieht man ihm die Buxe aus und da ist überhaupt nix. Da hat er wohl was vergessen zu erschaffen.”

ER wirft der kichernden Schlange einen vernichtenden Blick zu. Die Schlange zuckt sofort zusammen

Schlange: “Gar nichts!”

ER: “Du lachst über mich? Dafür sollst du verdammt sein. Ich nehme dir hiermit deine Beine!”

Schlange: “Mein Herr, ich habe keine Beine.”

ER: Mist. Dann überlege ich mir was anderes.”

Adam (ruft): “Eva?”

Eva (ruft): “Adam”?

ER: “Schnauze. Ahh, ich weiß. Du sollst für den Rest deines Lebens von verrückten Australiern gejagt werden, die dich dann ordentlich durchschütteln und in die Kamera halten und wirres Zeug über dich reden, doch du wirst nicht verstehen, was sie sagen.”

Schlange: “Was sind Kameras und Australier?”

ER: “Ruhe jetzt! Eva, für diese Unverschämtheit werde ich erst morgen wieder mit dir ausgehen. Leg dich nun zur Ruh, damit du morgen fit bist.”

Eva: “Ich leg mich hin, wann und wo ich will. Und ehrlich gesagt kannst du mich mal kreuzweise. Ich verlasse das Paradies und suche Adam. Und damit hat sich’s.”

ER: “Du kannst das Paradies nicht verlassen. Es ist dir nicht möglich.”

Eva (äfft ihn ein weiteres Mal nach): “Es ist dir nicht möglich. Ich gehe einfach da her, wo dein fetter Arsch eine Schneise in die Hecke geschlagen hat. Was hältst du davon?”

ER: “Mist. Aber glaub bloß nicht, ich lass dich wieder rein.”

Eva: “Du brauchst mich nicht reinlassen. Ich kenne ja jetzt den Weg.

Eva geht auf das große Loch in der Hecke zu und zwängt sich an IHM und an den Ästen vorbei. Plötzlich erblickt Eva Adam und umgekehrt. Sie fallen sich in die Arme

Adam: “Eva! Mein geliebtes Weib. Da bist du ja. Was hab ich dich vermisst.”

Eva: “Ach Adam. Was bin ich froh dich zu sehen. Du glaubst gar nicht, was der mit mir vor hatte.”

Adam: “Schön das du da bist. Lass uns gehen. Ich zeig dir mein Lager. Ich hab zwar nur ein kleines Bett, aber ich teile es natürlich mit dir. Ich muss auch sofort in die Falle. Morgen früh muss ich wieder aufs Feld. Machst du mir Frühstück? Die Beeren hab ich bereits gesammelt.”

Eva: “Na klar mach ich dir Frühstück. Wann musst du denn aufstehen?”

Adam: “So um vier. Wenn ich dann weg bin, kannst du ja inzwischen aufräumen und die Laken waschen.”

Eva: “Vier? Aufräumen? Laken waschen? Ach du scheiße…

 

 

 

 

 

 

 

 

Die bittere Erkenntnis

In glaub es, baby! am 6 November, 2007 um 9:04 nachmittags

Adam: „Was ist das für ein Baum?“

Eva: „Das ist der Baum der Erkenntnis. Der is’ neu und ER hat gesagt, wir dürfen seine Früchte nicht essen.“

Adam: „Wie, SEINE Früchte!?“

Eva: „Na seine Früchte halt. Von dem Baum.“

Adam: Ach so. Ich dachte SEINE Früchte.

Eva: „Wie, seine Früchte?“

Adam: „Na SEINE halt!“

Eva: „Was soll der denn für Früchte haben?“

Adam: „Weiß ich doch nicht. Warum stellt er ihn uns hier hin, wenn wir nicht davon essen dürfen?“

Eva: „Ich glaube, der will nur testen, ob wir auch auf ihn hören.“

Adam: „Hast du eigentlich gestern die letzte Feige gegessen, die ich mir reserviert hatte?“

Eva: „Ja, hab’ ich.“

Adam: „Wieso hast du das gemacht? Ich hab extra gesagt, iss’ das nicht!“

Eva: „Ich hatte keine Lust mir selber eine zu pflücken. War ja auch schon so spät“

Adam: „Du bist echt eine verwöhnte kleine Göre!“

Eva: „Die wachsen doch hier überall. Du kannst dir doch ein paar neue Pflücken.“

Adam: „Damit du sie mir wieder wegfressen kannst?“

Eva: „Du kommst an das ganze Zeug viel besser dran, als ich. Pflück das nächste Mal einfach ein paar mehr, dann haben wir beide was davon.“

Adam: „Und was machst du so, die ganze Zeit? Bin ich hier vielleicht dein persönlicher Sklave?“

Eva: „Wenn du verschiedene Früchte mitbringst, mache ich dir einen schönen Salat.“

Adam: „Wirklich?“

Eva: „Na klar. Aber bitte nicht von dem Baum da drüben. Den hat ER ja verboten.“

Adam: „Hat er nicht gesagt warum?“

Eva: „Wegen der ‚Erkenntnis’ oder so was. Keine Ahnung, was der wollte. Wir würden uns danach voreinander schämen. Vielleicht will er uns auch nur veralbern.

Adam: „Ich schäme mich doch nicht vor dir. Ich muss das mal probieren.“

Eva: „Mach’s lieber nicht!“

Adam: „Was soll schon… he!“

Schlange: „Autsch! Verflucht noch eins, pass doch auf, wo du hin trittst.“

Adam: „Verzeihung Schlange, hab dich nicht gesehen.“

Schlange: „Hab ich gemerkt. Wo willst du hin?“

Adam: „Zum Baum der Erkenntnis. Weist du, ER hat ihn uns hier hingepflanzt und hat uns gesagt, wir dürfen nicht von den Früchten Essen, und ist dann einfach abgehauen.

Schlange: „Hat er nicht gesagt, was das soll?“

Adam: „Nö. Aber ich will trotzdem mal probieren.“

Schlange: „Er hat’s doch verboten, hast du eben gesagt.“

Adam: „Brauchst du ihm ja nicht zu sagen.“

Schlage: „Wenn du wirklich davon isst, wirst du eine kleine Überraschung erleben.“

Adam: „Ach? Kennst du den Baum?“

 

Die Schlange schlängelt sich an sein Ohr und klärt ihn über die Veränderung auf, die Adam nach dem Genuss der Früchte des Baumes der Erkenntnis ereilen würden.

Adam: „Was? So was gibt’s doch gar nicht… Wieso muss das da rein? Und dann…? Das geht doch gar nicht… Wieso sollte sie sowas wollen..? Ach so..! Und was haben wir davon? Ach!? Unglaublich! Und dann? Wirklich? Das macht die?? Geil!

Schlange: „Aber das war nur ein ganz kleiner Teil von dem, was dich erwartet…

Adam: „Scheißegal, wenn die nur die Hälfte von dem macht, was du gesagt hast bin ich dabei.“

Eva: „Sprecht ihr über mich?“

Adam & Schlange: „Nein!“

Schlange: „Bedenke, Adam, dass es immer zwei Seiten gibt, mit denen man sich arrangieren muss.“

 

ER erscheint am Himmel

ER: „Hallo Adam, hallo Eva und guten Tag liebe Schlange. Wie geht es euch?“

Adam: „Hallo Herr! Geht’s dir gut? Sag mal, die Schlange hat mir eben was Komisches Erzählt. Du hast uns doch den Baum mit den verbotenen Früchten da gelassen und wir sollen nicht davon Essen. Richtig?“

ER: „Richtig.“

Eva: „Hallo Herr!“

ER: „Hallo Eva:“

Adam: „Also, die Schlange hat gesagt, wenn ich von den Früchten esse, dann würde…

 

Adam winkt IHN herunter und flüstert ihm leise in Ohr

ER: „Aha… mhm… soso..! Und dann..? Oh! Heiliges Kanonenrohr. Ich dachte nicht, das überhaupt irgendjemand so was tun würde…“

 

ER und Adam schauen kurz zu Eva herüber und lächeln verschlagen

ER: „Tja, könnte schon sein, das die das macht. Aber du müsstest ihr schon die aller süßeste Frucht geben, die der Baum zu bieten hat. Und die besten hängen ganz oben.“

Eva: „Hört auf mich so anzugaffen. Ich weiß zwar nicht warum, aber ich komm mir komisch vor, wenn ihr so seid.“

 

Adam zwinkert IHM zu und geht zum Baum der Erkenntnis. Er klettert am Stamm hoch um bald die Spitze zu erreichen und die süßesten Früchte zu pflücken, die der Baum zu bieten hat. Danach kehrt er zu Eva zurück und bietet ihr die Frucht an..

Adam: „Hier, willst du mal probieren?“

Eva: „Aber die sind doch verboten.“

Adam: „Ach was! Nimm ruhig einen Bissen.“

Eva: „Nein danke. Ich glaube daran, was ER gesagt hat. Das sind verbotene Früchte und dabei bleibt’s.“

Adam: „Na dann… Du weißt ja nicht, was du verpasst!“

 

Sagt’s und beißt hinein

ER wird ganz plötzlich ganz furchtbar böse.

ER: „Adam! Was hast du getan? Sagte ich nicht, es ist verboten vom Baum der Erkenntnis zu essen? Und was soll das jetzt? Warum tust du es trotzdem?“

Adam: „Aber du hast doch gesagt, wenn sie die süßesten Früchte von ganz oben ist, dann würde sie…“

ER: „Adam, du bist ein Scheusal. Und auch noch ein Schmutzfink. Ich hab es doch schon immer gewusst. Dich soll genau die Strafe treffen, die ich vorgesehen habe für den, der von den Früchten dieses Baumes ist. Für dich jedoch, in achtfacher Ausführung.“

Adam: „Wieso das denn? Kann ich nicht bestraft werden, wie alle anderen?“

ER: „Nein! Außerdem gibt es keine anderen. Und für deine Dummheit bekommst du deine Strafe noch mal verdoppelt. Wenn du mir jetzt sagen kannst, um wie viel Prozent sich dein Strafe erhöht hat, dann erlasse ich dir ein viertel davon.“

Adam: „Äh… dra… fünfund… äh… achtundsiebzig! Achtundsiebzig!“

ER: „Falsch. Gott, bist du dumm. Schämst du dich denn gar nicht?“

Adam: „Eigentlich nicht.“

ER: „Aber ich muss mich für dich schämen. Mit sofortiger Wirkung wirst du aus dem Paradies verbannt. Du wirst alles zurücklassen, und dich auf den harten, steinigen Weg in die Realität begeben. Deine Gedanken werden nur um den Baum der Erkenntnis kreisen, und die schmutzigen Dinge, die du mit ihm verbindest. Du wirst die nackte Eva vermissen und versuchen, sie dir in deinen Träumen immer und immer wieder vorzustellen. Eine Erektion soll auf die andere folgen, doch wenn du zu deiner Erleichterung selbst Hand anlegen solltest, oder Eva oder einer von Eva’s zukünftigen Töchtern zu nahe kommst, wirst du alsbald erschlaffen und die Pracht deiner Männlichkeit wird wie eine verdorrte Wurzel an dir herunter hängen. Unbrauchbar, abstoßen, kein schöner Anblick.“

Adam: „Eva’s Töchter?“

ER: „Eva’s Töchter werden auch meine Töchter sein. Du hast eine schmutzige Fantasie, mein lieber Adam, aber du hast mich auf eine gute Idee gebracht. Ich werde deinen Platz im Paradies einnehmen. Dann werde ich den Baum der Erkenntnis leer fressen und die süße Eva dazu bringen, jede Nacht meinen Namen zu rufen.

Adam: „Aber Eva ist meine Frau. Sie stammt aus meiner Rippe!“

ER: „Ja, in der Tat. Wenn ich mir euch beide vorstelle, nach dem Genuss dieser Früchte übereinander herfallend… Es ist ekelhaft. Du würdest es mit deinem eigenen Fleisch treiben und wir hätten den ersten Inzestfall auf der Erde. Gut, dass ich da eingegriffen habe. Und jetzt verschwinde. Ich werde jetzt zu ihr gehen und ein paar Sterne nach ihr benennen. Ich habe Frauen so gemacht, dass sie solch einen Unsinn mögen. Ein kleiner Joker, sozusagen, falls sie sich das Verbot der Früchte des Baumes der Erkenntnis zu sehr zu Herzen nehmen.“

Adam: „Du bist ein Schwein.“

ER: „Nein nein… Ich machte ein Schwein. Und alles andere hier. Und dich auch. Nach meinem Abbild. Aber ich hätte nicht gedacht, dass du so blöd bist, und eines meiner Verbote brichst. Ich selber hätte viel zu viel Schiss vor mir. Doch allein durch die Mischung aus bewundernswertem Mut und unendlicher Dummheit wirst du es da draußen, hinter den Mauern Edens, völlig auf dich allein gestellt und ohne fremde Hilfe schaffen. Glaube mir, Adam. Wenn du Abends in deinem löchrigen Verschlag sitzt, die Schwielen zählend, die dir die harte Arbeit auf dem Feld beigebracht hat, wirst du an meine Worte denken, und das sind schließlich die Worte des Schöpfers: Du bist ein Mutiger Mann. So, und jetzt raus, bevor ich meine Sandalen nach dir werfe. Und einen lieben Gruß an… ähem… an die, die da sind, wo du jetzt hingehst. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wer da sein könnte. Aber du wirst es ja sehen. Machs gut.“

Adam: „Arsch!“

ER: „Das hab ich überhört.“

 

 

 

 

 

Der Endgegner

In glaub es, baby! am 11 Mai, 2007 um 3:13 nachmittags

Der Papst schläft während einer Messe auf seinem Thron ein. Als er wieder aufwacht, findet er sich in der Hölle wieder.

Papst: “Jesus Christus, Was ist den hier los?”

Teufel: “Tja, willkommen, mein lieber.”

Papst: “Da mußt du dich geirrt haben.”

Teufel: “Nöönöönöö… Ganz sicher: Du bist unser!”

Papst: “Da steckt doch wieder einer deiner Teufeleien dahinter.”

Teufel: “Na was glaubst du denn? Zerbrich dir nicht den heiligen Schein. Mach dich am besten gleich an die Arbeit. Diese Anti-Baby-Pillen müssen verpackt und beschriftet werden. Du kannst schreiben, also ist das deine Aufgabe. Und morgen wirst du die Dinger mit ein paar gratis Kondomen an diese netten leichten Mädchen da drüben verteilen.”

Papst: “Sind das Nutten in Cheerleaderkostümen?”

Teufel: “Nein, das sind Krankenschwestern. Die Cheerleaderkostüme haben wir ihn angezogen, weil´s geiler aussieht. Haben die echten Cheerleader hier vergessen, als sie auf den Weg nach Oben einen kurzen Abstecher zu uns gemacht haben, wenn du verstehst, was ich meine.”

Papst: “Das kann auf keinen Fall korrekt sein. Ich bin der Papst, verdammt nochmal. Und was sollen die Kondome?”

Teufel: “Ich will nur ganz ganz sicher gehen. Wenn Frauen hier unten zu Müttern werden, kriegen sie direkt eine Freikarte für den Himmel. Ich versuche nur soviel Verluste wie möglich zu vermeiden.

Papst: “Du bist ein hoffnungslos verirrtes Geschöpf Gottes!”

Teufel: “Ich bin kein Geschöpf, ich bin der Teufel! Ich hole dich ins tiefste, dunkelste und miefigste Tal. Ich verbreite Krankheiten und… Gerüchte, sorge für Kriege und Geschwisterrivalität. Ich verkaufe Drogen an dünne und Schokolade an dicke Kinder und Alkohol an ihre Väter und Mütter. Ich habe Sex mit Männern, Frauen, Tieren, egal wie alt und ob tot oder lebendig. Hier kannst du mir nicht das Wasser reichen, hier bin ich der King und du kannst nichts dagegen machen.”

Der Papst legt seine rechte Hand auf des Teufels Schulter. “Aber ich kann dir deine Sünden vergeben.” senkt seinen Kopf zum Gebet.

Teufel: “Das haben die anderen Päpste auch schon versucht, vergiss es. Nicht mal die heilig gesprochenen konnten da was machen.”

Papst unterbricht sein Gebet: “Wieviel Päpste sind denn hier unten?”

Teufel: “Hab irgendwann aufgehört zu zählen. Nur einer ist mir in Erinnerung geblieben. Wie hieß der doch gleich? Der wollte mir hinterher seine Papstwürde verkaufen. Schlimmer finger. Ich glaube es war der neunte Benedikt. Nerviger Kerl. Wusste einfach nicht, wann Schluss war.

Kurz nachdem der Papst sein Gebet wieder aufgenommen hat, öffnet sich hinter dem Teufel eine der brennenden Türen. Zwei Engel schweben hinein und bevor sie dem Teufel jeweils links und rechts unter die Arme greifen, werfen sie Manna auf die schwarze Erde.

Teufel: “Was? Was wollt ihr denn? Das gibts doch nicht. Wie kommen die denn hier her? Das ist doch nicht logisch. Lasst mich los… Verdammt, das kann doch nicht sein. So was gibt es doch gar nicht… Last mich endlich los… Ich hab hier meinen eigenen Laden…”

Der Teufel wird von den Engeln unter lautstarkem Protest aus der Hölle getragen.Papst: ” So. Das wäre das. Jetzt wird hier erstmal aufgeräumt,” wendet sich an die leichten Mädchen, “meine Damen! Ziehen sie sich bitte was ordentliches an und dann versammeln wir uns erstmal zum gemeinsamen Gebet.”

Eine der Krankenschwestern: “Zum Gebet? Oh mann. Wie man´s macht, macht mann´s verkehrt.”

Eine andere Krankenschwester: “Ja, dafür sind wir nicht her gekommen. Und was soll das Zeug hier auf´m Boden? Sollen wir das dann wieder weg machen?”

Eine weitere Krankenschwester: “Ey, ich glaub, dass kann man sich rein ziehen.”

Papst: “In der Tat. Greif zu mein Kind. Wird dir gut tun.”

Krankenschwester: “Bist du der Dealer? Alter, pack mir ma´ was für´n zwanni zusammen, alles klar?”

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